Montag, 24. Februar 2014

17.02. Porvenir - Kreuzung Richtung Pinguine 99 km
Standortkoordinaten: S53.35174, W069.25714

Es ist wie verhext, was ist mit Patagonien los? Wir fahren um 8:30 Uhr los und es weht mal wieder kein Wind und wir hoffen doch so sehr den patagonischen Rückenwind genießen zu dürfen. Aber eines hat uns wieder, nämlich unser Freund die Schotterstraße und das für die nächsten 150 km bis zur Grenze nach Argentinien. Nach 30 Km wendet sich das Blatt schlagartig und ein heftiger Wind aus Norden macht sich bemerkbar. Nur blöd, dass wir in östlicher Richtung unterwegs sind. Die nächsten Kilometer sind unglaublich anstrengend. Zwischendurch darf es auch mal Ostwind sein. 

Nach 58 km an einer Kreuzung schlag ich Alarm und will nicht mehr, denn für die letzen 28 km haben wir über 3 Stunden gebraucht. Nach einer ausgiebigen, man kann schon fast Kaffeepause sagen, wird mein Wunsch erfüllt. Rückenwind und das nicht zu knapp. Wir fliegen nur so dahin, denn wir treten kaum noch. Rückenwind ist: Wenn du mit 30 km/h keinen Fahrtwind spürst. Auch an den  hiesigen Bäumen erkenne ich, wie der Wind meistens weht. Nach 1,5 Stunden später und 40 km mehr auf dem Tacho erreichen wir die Kreuzung Richtung San Sebastián, geht doch. 

Es fängt gerade an zu regnen und da kommt die vor uns stehende große Bushaltestelle gerade recht gelegen. Unser Vorhaben ist die 15 Kilometer entfernte Pinguinkolonie anzuschauen, nur heute ist Ruhetag. Wir entschließen uns dazu spontan, dass die Bushaltestelle heute Nacht unser Quartier wird. Ed, einer der Engländer bleibt auch mit in der kleinen Hütte. Jedenfalls werden wir heute Nacht nicht nass. Nur ein kleines Problem gibt es noch, unsere Wasservorräte sind erschöpft. Mit 0,5 Liter kommen wir nicht weit. Warum eigentlich nicht mal LKW-Fahrer fragen, die haben bestimmt Wasser dabei. Tatsache, ich ergattere 3 Liter Wasser. Unser Abendbrot und unser Frühstück ist gerettet. Ein ganz großer Dank geht heute an die Truckerfahrer. 




Bushaltestelle in der Pampa



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