Samstag, 4. Januar 2014

01.01. Lago El Epuyen - Lago Rivadavia 82 km
Standortkoordinaten: S42.66557, W071.67490 Höhe 535 m

Wir wünschen allen ein frohes neues Jahr. 

Kaum zu glauben, aber wahr: Wir verbringen nun schon die achte Nacht in Folge auf einem Campingplatz ohne Ruhestörungen. Und das in Argentinien und dazu noch in der Hochsaison. Unglaublich, haben doch die Südamerikaner und besonders die Argentinier ein ganz anderes Lärmempfinden als wir und eine ganz andere Einstellung zur Privatsphäre. 

Herrlich ist auch der Verkehr hier in Patagonien. Ganz anders als in der argentinischen Pampa, die wir vor sieben Monaten durchfuhren. Gestern hatte uns zum Beispiel auf 42 Kilometern nur ein einziger Lastwagen überholt und die Autos halten zumindest einigermaßen Abstand. Die Bremsen hier sogar ab, wenn sie sehen, dass es knapp wird. Sensationell! 

Der Morgen beginnt sonnig, aber windig. Auch wenn ich mich wiederhole, die Landschaft ist herrlich. Schon komisch, die Berge wurden in den letzten Tagen mit Neuschnee versehen. In Peru waren die Berge auf 4.500 m Höhe nicht einmal mit Schnee bedeckt. Nach 51 km kurz hinter Cholila hört der Asphalt auf und wir dürfen endlich Schotterstraße fahren. Nach weiteren 7 km bleibt Simon stehen und kann nicht weiterfahren, denn sein Hinterrad ist platt. Das fehlt uns jetzt auch noch. Der Reifen wird ausgebaut. Wir finden das Loch nicht. Wasser haben wir auch keines um zu prüfen, an welcher Stelle das Loch ist. Improvisieren ist angesagt. Wir müssen unseren Tee opfern. Auf den letzten 30 km werden wir schon nicht verdursten. 

Nach etwa einer halben Stunde ist alles wieder paletti und wir wollen gerade weiterfahren, da kommt uns ein argentinischer Radfahrer aus Buenos Aires entgegen, der ein wenig sein Land unsicher macht. Von ihm erfahren wir auch, dass wir im Nationalpark zelten können. Der Gegenwind hält sich heute in Grenzen, trotzdem kommen wir ziemlich k.o. auf dem Campingplatz an. 

Auf Schotterstraße ist es doch nochmal anstrengender und durch das ganze Auf und Ab sind es dann heute auch über 1500 Höhenmeter. Das Zelt müssen wir in einer kleinen Schutzmauer aufbauen, denn der Nationalpark Los Alerces wird gerade von einer Mäuseplage heimgesucht und die kleinen Nager verbreiten fröhlich den gefährlichen Hantavirus. 





Plattfuß


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen