Sonntag, 1. Dezember 2013

28.11. Ambuqui - San Gabriel 50 km
Standortkoordinaten: N00.58560, W077.81907 Höhe: 2818 m

Große Lust habe ich keine. Den Schönheitsschlaf von 11 Stunden habe ich gebraucht. Die Straße geht zunächst ganz entspannt bergauf. Ab Km 7 ahne ich schon böses. Ich sehe die obengelegene Straße vor mir und habe so überhaupt keine Lust mehr. Es geht ab jetzt nur noch bergauf und das nicht mehr so wirklich gemäßigt. An einigen Stellen befinden sich Baustellen und an einer kommen wir zunächst nicht durch, sondern müssen warten, da gerade Bergabrissarbeiten vorgenommen werden. Also Zwangspause, kommt mir sehr gelegen. 

Es geht weiter bergauf und weiter bergauf. Das Wetter ist herrlich und die Sonne scheint. In Bolivar wird halt gemacht und ein Almuerzo muss uns wieder Energie bringen, sonst überstehe ich den Tag nicht. Ich weiss nicht, ob wir so ausgehungert aussehen, oder ob das im Norden von Ecuador normal ist. Die  nette Señora stellt uns zunächst 2 Bananen und Popcorn auf den Tisch, dann gibt es leckere Suppe und als Hauptgericht Fleisch mit Kartoffelpüree, dazu frisch gepressten Saft, Tomate de Arbol. Die Nachspeise sind zwei Bonbons und das für 1,75 € pro Person. 

Bei Km 30 denke ich schon fast, jetzt haben wir es geschafft, aber Pustekuchen, es sieht nur so aus. Es sind zwar keine Serpentinen mehr, dafür ein auf und ab und das bergauf ist ehrlich nicht zu unterschätzen. Kurz vor San Gabriel erreicht uns ein Gewitter mit Hagel und die Temperatur ist auf 15 Grad gesunken. Es sind insgesamt 1660 Höhenmeter die wir erklimmen mussten. 

Die heutige Nacht dürfen wir in der Fundación un mundo unido verbringen. Es ist eine Art Kindergarten. Mütter, die z. B ihre Arbeit auf dem Feld nachgehen, geben ihre Kinder für einige Stunden zur Betreuung dort ab. Maria, die Köchin kümmert sich um das Frühstück und Mittagessen der Kleinen. Es ist eine tolle Einrichtung, denn wie wir bereits auf unseren Reisen erlebten, ist es schwer, die Kinder irgendwo unterzubringen. Sind die Kinder noch in einem Alter, in dem sie getragen werden können, nehmen die Mütter sie einfach huckepack mit zur Arbeit. Sind sie zu groß, wissen die Mütter oft keinen Ausweg und sperren die Kinder für die Zeit ein. Die Fundación un mundo unido lebt nur von Spenden. Weitere Informationen unter: www.fumuecuador.org. Danke Isabella für die Übernachtungsmöglichkeit.

Hosteria Aruba

Almuerzo (Die Suppe haben wir schon fast leer gegessen)
Monument in Bolivar


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen