Freitag, 6. Dezember 2013

03.12. El Encano - Sibundoy 42 km
Standortkoordinaten: N01.20475,W076.92171 Höhe: 2.140 m

Es war eine ruhige Nacht. Wir waren die einzigen Gäste. Gut, dass kein Wochenende ist. Die Touristenschaaren sollen hier am Wochenende wohl ins Unermessliche steigen. 

Landschaftlich ist es hier wirklich wunderschön, wenn nur die Wolken nicht andauernd da wären. Wir arbeiten uns auch heute wieder einige Höhenmeter hoch. Nach knapp 10 km sind wir auf dem Pass von 3260 Metern angekommen und es ist hier oben merklich kühler. Dick einpacken heißt es nun, denn die Anden sind ein auf und ab. Die Abfahrt beschert uns 15 km. Anschließen heißt es wieder ein wenig bergauf und bergab. 

In Sibundoy kommen wir im Hotel San Diego unter, mit heißer Dusche, welch ein Segen. Sibundoy ist ein kleines gemütliches Dorf. Für unsere Bedürfnisse ist die Größe völlig ausreichend. Das, was wir brauchen, bekommen wir. Heute heißt es sehr früh ins Bett, denn morgen liegt ein harter Tag vor uns. 

Wir wollen den Trampolin de la Muerte fahren. In Bolivien sind wir ja schon den Camino de la Muerte, übersetzt Todesstraße gefahren. Und Kolumbien hat auch so eine Todesstraße durch den Urwald. Den Namen Todesstraße gab es ja schon. Also was machen fragten sich die Kolumbianer? Es geht über zwei Pässe auf und ab auf unserer einspurigen Huppelpiste, also nennen wir sie Trampolin de la Muerte, übersetzt: Trampolin des Todes. Wir sind ein wenig nervös, weil diese Strecke kaum ein Fahrradfahrer fährt. Schlechtwetter mit sintflutartigen Starkregen, Erdrutsche, Djungel, grobe und dabei nasse und steile Schotterpiste kennzeichnen die Strecke. Deshalb nehmen die meisten Fahrradfahrer einen vierradgetriebenen Pickup oder brechen mittendrin ab und halten einen Lastwagen an. Busse fahren die Strecke nicht. Einige fahren die Strecke in zwei Tagen, wenige an einem Tag. 

Energie Drink am Straßenrand



Ist es nun verboten oder nicht? 
Tomate de Árbol, lecker


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