Donnerstag, 24. Oktober 2013

22.10. Santa Rosa - Naranjal 108 km
Standortkoordinaten: S02.67559, W079.61546

Frühstück gibt es ab 8.00 Uhr. Um 7.55 Uhr sitzen wir im Frühstücksraum. Wir hatten bisher auf unserer Reise selten Unterkünfte mit Frühstück, aber eigentlich sollten wir es wissen: 8.00 Uhr heißt in Südamerika 8.30 Uhr. Um 8.05 Uhr kommt die Köchin verschlafen in die Küche, gähnt drei mal und geht dann wieder heraus. Denn der Kühlschrank ist sinnigerweise nicht in der Küche sondern im Essraum. Im Schneckentempo schlürft sie auf ihn zu, öffnet das Vorhänge-schloss, dann die Tür und entnimmt den Käse. Dann schließt sie den Kühlschrank wieder ab und schlürft zurück zur Küche. Bei dem Tempo könnte man ihr die Schuhe besohlen. Kurz vor der Küche dreht sie um und schlürft zurück zum Kühlschrank, schließt ihn wieder auf, öffnet die Tür und entnimmt noch die Margarine. Der zweite Versuch die Küche zu erreichen ist auch nicht von Erfolg gekrönt, denn sie dreht noch einmal um, sie hatte vergessen das Vorhängeschloss abzuschließen. Endlich in der Küche angekommen setzt sie Wasser auf und kocht zusätzlich Milch. 

Jetzt kommt auch eine Gehilfin in die Küche, die aber sogleich zum Bäcker Brötchen holen geschickt wird. Die Gehilfin kommt zurück mit frischen Brötchen, aber wie soll es anders sein: Eier vergessen. Also noch mal los. Die Köchin schaut derweilen dem Wasser beim Kochen zu. Einige Minuten später ist die Gehilfin mit Eiern zurück. Nun gesellt sich noch eine dritte Person in die Küche. Nun heißt es drei gegen zwei, denn wir sind die einzigen Gäste und wir fragen uns so langsam was man denn nun zu dritt so lange für zwei Frühstücke benötigt. 8.30 Uhr: Ah es kommt. Zwei Tassen heiße Milch, vier Brötchen, vier Scheiben Käse, zwei Rühreier, zwei Gläser Saft, die Margarine und Instantkaffepulver. Und dafür nur dreissig Minuten? Rekordverdächtig! 

Ecuador ist ja unter anderem für seinen exquisiten Hochlandkaffee berühmt, aber bisher haben wir immer nur Nescafe Instantpulver bekommen. Naja, in Kuba soll man ja auch weder vernünftige Zigarren noch ordentlichen Rum bekommen. 

Wir fragen nach Besteck, zumindest ein Messer für die Margarine. Gott, können diese Touristen denn nie Ruhe geben? 

Der heutige Tag wird lang. Die eher langweilige Straße fasziniert mich doch, denn rechts und links erstrecken sich riesige Bananenplantagen, so weit das Auge reicht. Auch die Firma del Monte hat hier kleinere Unternehmen. Hier wird sogar noch alles von Hand erledigt. Die Firma Excelban, die auch deutsche Supermärkte beliefert, hat an einigen Standorten Pflücker, Wäscher, Portionierer und Verpacker beschäftigt. Während der Arbeit wird schön laut Salsa Musik gehört. Da macht die Arbeit Spaß. Da hätte ich auch gerne einen Tag mitgearbeitet. Wir hätten bestimmt viel Spaß gehabt. 











Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen