Sonntag, 22. September 2013


16.9. Abancay - Chalhuanca 121 km, Höhe 2.920 m
Standortkoordinaten: S14.29503,W073.24781

6.30 Uhr, es ist warm und wir sitzen auf den Sätteln. Leider müssen wir erstmal 600 Höhenmeter runter. Nach 15 km haben wir die Höhe von 1.840 m erreicht. Es ist wieder wie im Dschungel: Wärme und lästige Sandfliegen. Da loben wir uns doch das Rad fahren auf der Höhe zwischen 3000 und 4000 Metern ohne Mückenstiche. 

Wir fahren flussaufwärts, Kilometer für Kilometer. Rechts und links neben uns die bewaldeten Berge. Noch haben wir Energie und Elan für den heutigen Tag. Mittags kehren wir in ein kleines Restaurant ein. Es gibt wieder Suppe und frittierte Forelle und 1 Liter Coca Cola für insgesamt 2,80 Euro. Gut gestärkt machen wir uns weiter auf den Weg. Wenn wir es nicht schaffen, müssen wir irgendwo zelten und haben Plagegeister die ganze Nacht und das will ich verdammt nicht. Das hat mein Körper die letzten Male genug zu spüren bekommen. 

In den kleinen netten Dörfern am Straßenrand gibt es aber hin und wieder Übernachtungsmöglichkeiten und wir überlegen, ob wir schon einkehren sollen. Aber es sind ja nur noch 50 km. Dann nur noch 40 km und bei 30 km sagen wir uns: „die schaffen wir auch noch.” Nach 100 Kilometern und 20 km vor dem Zielort wünschen wir uns nur noch ein Bett und bestellen dieses beim Universum. Und peng macht es und vor uns steht ein Hotel. Mit 30 Euro pro Zimmer überschreitet es aber leider unser Budget und wir müssen weiterradeln. Obwohl das Anwesen schon sehr gut aussieht so ohne Müll im Vorgarten, mit Blumen und so richtig gepflegt. Völlig untypisch für Peru. 

Nach einer Fahrzeit von 8 Stunden und 6 Minuten haben wir es dann nach durchgehend 85 km bergauf doch noch nach Chalhuanca geschafft. Wir werden auch gleich von ein paar halbstarken Jungen in Empfang genommen. Wir fragen nach, ob sie wissen, wo wir Essen können und umgehend werden wir im Convoy zu einem Restaurant  begleitet. Die Jungs haben Geschmack, denn das war nach über 2 Monaten ein wirklich gutes Abendessen für wenig Geld. Im Dorf sind wir mal wieder eine Attraktion. Hier werden wir sogar Gringa und Gringo genannt, aber auf freundliche Art und Weise. 




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